A lot (of) To-Do(s)

Work-Life-Balance für Läufer

Das Meeting ist erfolgreich beendet, die letzte Mail verschickt, der Feierabend steht bevor. Doch kaum zu Hause angekommen, fällt der Blick auf die Laufschuhe, die in der Ecke stehen und einen vernachlässigten Eindruck machen.
Text: Dr. Carsten Drecoll | Fotos: Klemens Wahl

In einem randvoll gefüllten Terminkalender Zeit zum Laufen finden – das stellt den einen oder anderen vor eine Herausforderung. Doch auch wenn Familie, Arbeit und andere Verpflichtungen Ihre Aufmerksamkeit einfordern, sollten Sie das Laufen nicht vernachlässigen, denn das dient der Entspannung und Gesundheit und wirkt sich zugleich positiv auf Ihre Fitness aus.

Knappes Gut: Zeit

Ganz grundsätzlich gilt: Die Zeit zum Laufen müssen Sie sich nehmen, geben wird Sie Ihnen keiner. Die Herausforderung besteht jedoch darin, einen harmonischen Ausgleich zwischen den Anforderungen des Trainings und den anderen Bereichen des Lebens zu schaffen. Wir raten hier: Legen Sie als erstes Ihre persönlichen Ziele fest. Möchten Sie laufen, um gesund zu bleiben, oder streben Sie die Teilnahme an einem Wettkampf an? Bevorzugen Sie kurze oder eher lange Strecken? Und wie viel Aufwand möchten Sie in Ihr Lauftraining investieren? Basierend auf diesen Vorüberlegungen lässt sich ein effektives Zeitmanagement gestalten.

Nehmen Sie hierfür in einem nächsten Schritt Ihren Terminkalender zur Hand und halten Sie die geplanten Einheiten für die jeweils anstehende Woche schriftlich fest. So können Sie sich gedanklich auf Ihr Training einstimmen und vermeiden, dieses zu vergessen. Zudem ermöglicht eine schriftliche Fixierung der Laufeinheiten ein zielgerichtetes Trainieren mit sichtbaren Erfolgen.

Alltag und Training kombinieren

Bei Ihrer Planung sollten Sie die Gesamtbelastung, die sich nicht nur aus sportlicher Aktivität, sondern ebenso aus Arbeit, Haushalt etc. ergibt, nicht außer Acht lassen. Vergessen Sie nicht: Anders als ein Top-Athleten haben Sie neben dem Training noch einen „normalen“ Arbeitsalltag zu absolvieren. Während Spitzenathleten regenerieren, sorgen Sie dafür, dass das Haus in Ordnung und der Kühlschrank gefüllt ist. Drum: Ärgern Sie sich nicht, wenn die Uhr einmal weniger Kilometer als erhofft anzeigt.

Besonders effektiv ist, wer seine Einheiten geschickt in den Alltag integriert. Gibt es am Arbeitsplatz eine Dusche? Dann nehmen Sie doch einfach mal das Rad zur Arbeit und laufen abends zurück, sofern die Distanzen das zulassen. Am nächsten Tag absolvieren Sie Ihre Arbeitswege in umgekehrter Reihenfolge. Auch Termine, wie der Sport oder Musikunterricht des Kindes können genutzt werden, um vor Ort das eigene Training zu absolvieren.

Abwechslung schafft Ausgleich

Nutzen Sie die Ihnen zur Verfügung stehende Zeit hin und wieder auch für eine alternative Trainingsform. Es muss nicht immer nur gelaufen werden. Spielen Sie stattdessen eine Runde Tennis oder gehen Sie eine Runde schwimmen. Körper und Geist werden es Ihnen danken.

Und nun lassen Sie uns nicht weiter Zeit verschenken: Fangen wir an, sie effektiv zu nutzen. Im Sinne des Laufens und aller anderen Bereiche des Lebens.

Redaktion
Dr. Carsten Drecoll
Dr. Carsten Drecoll, langjähriger Redakteur bei Buch- und Zeitschriftenverlagen, ist seit über 15 Jahren mit der RUNNING und mit dem Laufsport verbunden. Die Natur genießen, Städte erkunden und die unglaublichsten Geschichten entdecken – das ist Laufen.
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