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Reportagen

Pures Leben!

Verbannt ins Paradies

Ragna Debats und Pere Aurell sind Profi-Trailrunner. Mit ihrer Tochter Onna waren sie unterwegs, um auf jedem Kontinent einen Ultra der Extreme zu bestreiten – als die Corona-Krise auch sie zur Unterbrechung zwang und sie ins Paradies verbannte.

Als Top-Trailrunner können Ragna Debats aus Holland und Pere Aurell aus Spanien Siege und Platzierungen bei den schwersten Rennen der Szene vorweisen. 2018 wurde Ragna Debats Skyrunning- und Trailrunning-Weltmeisterin, konnte den Marathon des Sables und 2019 den Transvulcania gewinnen. Pere Aurell gewann 2018 die Skyrunning Ultra Meisterschaft. Sie sind ein Paar und haben eine fünfjährige Tochter, Onna. Als die Corona-Krise dazu führt, dass alle Rennen abgesagt werden, versuchen sie sich anzupassen und ziehen an einen einsamen Strand in Costa Rica. Hier setzen sie zwar ihr Training fort. Doch sie gewöhnen sich auch an ein einfaches Leben in Einklang mit der Natur. Sie leben vom Fischfang und von Früchten, lernen aber mit der Zeit auch ihre wenigen Nachbarn kennen – und die Fülle von Pflanzen und wilden Tieren, mit denen sie die Natur teilen.

Rolling Mountains

Ursprünglich sollte das Jahr 2020 einem Projekt gewidmet sein, den Rolling Mountains. Ragna und Pere hatten sich vorgenommen, auf jedem der sieben Kontinente ein besonders herausforderndes Rennen im Ultrabereich zu finishen. Im Januar war es der Hong Kong Vibram 100 (Ragna wird dritte Frau), im Februar 4 Refugios in Argentinien (Ragna wird Erste, Pere Zweiter), im März jedoch lautete die Tagesordnung: Soziale Isolation. In Costa Rica. Hier können sie in Freiheit die weitere Entwicklung abwarten, trainieren und eine einzigartige Erfahrung machen. Der mit dem Sponsor Merrell realisierte Film erzählt davon.

Vieles ändert sich für sie. So finden sie einen minimalistischen Lebensstil und ihre Tochter Onna verliert in der Natur ihre Nervosität und die Angst vor Spinnen. Ihnen wird klar, dass es nicht darum geht, Dinge zu besitzen, sondern die Natur und alles, was uns umgibt, zu erleben. Zeit mit Familie und befreundeten Menschen zu verbringen. Und zu laufen. Der Trainingsplan wird an die extremen heiß-feuchten Bedingungen in Costa Rica angepasst. Ragna und Pere starten sogar ein selbst gestaltetes Rennen mit ihnen beiden als Teilnehmer.

Ihr Rolling-Mountains-Projekt wollen sie, sobald möglich, auf jeden Fall wieder aufnehmen. Ragna sagt, es ist wie bei einem Ultra. Wenn es nicht mehr läuft, muss man eine positive Grundeinstellung entwickeln und mit den Gegebenheiten auskommen, die man vorfindet. Und weitermachen, Schritt für Schritt.

www.rolling-mountains.com

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