Neuheit der italienischen Laufszene

Resia Rosolina Relay

Italien hat ein neues Laufevent: Mit dem Resia Rosolina Relay haben die Veranstalter des Verona-Marathon in diesen außergewöhnlichen Zeiten ein Etappenrennen auf die Beine gestellt, das vom 2. bis 4. Oktober erstmalig stattfand.
Text: Wiebke Knoche | Fotos: Veranstalter

Von den Bergen bis zum Meer, vom Reschenpass an der Grenze zu Österreich im oberen Vinschgau bis zur Adria in Rosolina Mare, immer dem Lauf der Etsch folgend – so lautet die Streckenbeschreibung des Rosolina Relay. Insgesamt 420 Kilometer umfasst die neueste Veranstaltung in der italienischen Laufszene. Gelaufen wird in einer 10er Mannschaft, wobei jedes Teammitglied vier Etappen von jeweils 10 Kilometern übernimmt. Zwischen den einzelnen Etappen haben die Läufer Zeit, sich auszuruhen und die Energiespeicher wieder aufzufüllen – und zwar genau so lange, wie die Team-Kollegen für die dazwischenliegenden 90 Kilometer brauchen. Gelaufen wird mit entsprechender Sicherheitskleidung auch in der Nacht.

40 Stunden Abenteuer

Im Vordergrund der Laufveranstaltung stehen vor allem Teamgeist und Solidarität sowie das Gefühl, trotz Pandemie-Zeiten gemeinsam laufen zu können. Vor allem durch die Austragung als Staffelrennen lassen sich die Abstandsregelungen gut einhalten. Erst im Ziel treffen alle Teilnehmer bei einem gemeinsamen Fest am Meer wieder aufeinander und können das 40-Stunden-Abenteuer Revue passieren lassen.

Erlebnis an der Etsch

Der Rosolina Relay verläuft überwiegend auf befestigten Radwegen, die vom Ursprung bis zur Mündung der Etsch entlangführen. Die Etsch ist der zweitlängste Fluss Italiens, sie durchquert insgesamt fünf italienische Provinzen, die allesamt sehr beliebte Reiseziele sind. Angelehnt ist die Veranstaltung an ein 320-Kilometer-Rennen in Oregon, das bereits seit 40 Jahren als Staffel-Wettbewerb ausgetragen wird. Während es in Europa bereits diverse ähnliche Laufformate gibt, ist der Rosolina Relay der erste derartige Staffellauf für Italien.

Redaktion
Wiebke Knoche
Laufen und schreiben - diesen beiden Leidenschaften geht Wiebke Knoche seit einigen Jahren in der RUNNING-Redaktion nach. Dabei ist sie stets auf der Suche nach spannenden (Lauf-)Geschichten. Nebenbei schreibt sie ihre Masterarbeit im Fach Journalistik.
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