Kärnten läuft

3.000 Läufer am Wörthersee

Für Kärnten wie international war es ein Signal: Mit einem aufwendigen, aber überzeugenden Konzept gelang es den Veranstaltern, die bekannte Veranstaltung Kärnten läuft am 22. und 23.08.2020 durchzuführen.
Text: Dr. Carsten Drecoll | Fotos: Kärnten läuft

Dass ein breitensportliches Event von der Bekanntheit und Größe von Kärnten läuft in diesem Jahr realisiert werden konnte, ist schon an sich eine besondere Meldung. Doch während viele Marathon- und Volksläufe hierzulande nun auch im Herbst abgesagt werden müssen, ist es den Organisatoren von Kärnten läuft mit einem schlüssigen Konzept und teilweise neuen schönen Strecken gelungen.

Vielfalt

Dabei war es für die Athleten möglich, zwischen einer Vielzahl von Distanzen und Wettbewerben zu wählen. Traditionell standen erneut der Viertelmarathon sowie der Halbmarathon zur Auswahl – Letzterer auch immer einmal wieder ein Lauf mit absoluten Spitzenläufern. Hinzu kamen der Frauenlauf, der Nightrun (mit Prämierung des lustigsten Kostüms) sowie Kinderläufe und der Familienlauf. Die Läufe wurden auf den Samstag und den Sonntag verteilt sowie der Halbmarathon noch einmal gesplittet. Start und Ziel befanden sich im Wörtherseestadion, das genügend Raum bot, sodass alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen wegen des Corona-Virus beachtet werden konnten. Auch die Strecke an der Ostbucht des Sees kam bei den Läufern gut an. Der Parcours entlang der Flüsse Sattnitz und Lend und entlang des Wörthersee-Ufers bot die Gelegenheit, die Sportstadt Klagenfurt und das Land Kärnten zu genießen.

Die Gewinner

Der größte Gewinner ist zunächst der Sport. Mit Kärnten läuft hat ein weiterer Veranstalter gezeigt, was möglich ist. Immer mehr zeichnet sich ab, dass die schwierige Situation für Laufveranstalter möglicherweise nicht so schnell vorüber sein wird. Daher hat das Konzept aus Kärnten viel Beachtung im In- und Ausland erhalten.

Auf der Hauptstrecke, dem Halbmarathon, wurden auch dieses Mal gute Zeiten gelaufen, denn es kamen einige Spitzen-Athleten an die Startlinie: So legte die Deutsche Thea Heim eine Zeit von 1:16,43 Stunden vor. Bei den Männern absolvierte Dominik Sowieja, ebenfalls aus Deutschland, die Strecke in 1:09,47 Stunden. Das neue System von Einzel- sowie Blockstarts war kein Hindernis für schnelle Ergebnisse und beeinträchtigte somit nicht die sportlichen Ambitionen.

Siegerlächeln: Bei den Frauen lief Thea Heim als Erste durchs Ziel. Schnellster Mann war Dominik Sowieja.
Foto: Kärnten läuft
Redaktion
Dr. Carsten Drecoll
Dr. Carsten Drecoll, langjähriger Redakteur bei Buch- und Zeitschriftenverlagen, ist seit über 15 Jahren mit der RUNNING und mit dem Laufsport verbunden. Die Natur genießen, Städte erkunden und die unglaublichsten Geschichten entdecken – das ist Laufen.
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