Sommer, Sonne, Schutz

Pünktlich mit den ersten Sonnenstrahlen strömen Läuferinnen und Läufer nach draußen. Mit der Wärme im Gesicht und den nackten Beinen läuft es sich einfach besser. Doch so sehr wir die Sonne mögen und auch benötigen, so gefährlich ist ein Zuviel.
Text: Dr. Carsten Drecoll | Fotos: Ralf Graner Photodesign

Bereits ab April ist es in unseren Breiten nötig, sich vor der Sonne zu schützen. Auch, wenn Wolken den Himmel bedecken und die Temperaturen noch frisch sind, kann die Strahlungsintensität der Sonne gesundheitsschädlich sein. Wie lange sich jemand ungeschützt in der Sonne aufhalten sollte, hängt von zwei Faktoren ab: dem Hauttyp sowie dem UV-Index, der die Stärke der UV-Strahlung angibt.

Je höher der UV-Index, desto schneller kommt es zu Sonnenbrand. Bereits bei einem Wert von drei ist ein UV-Schutz ratsam, im deutschen Sommer sind Werte bis acht möglich. Während die Haut dunkelhäutiger Menschen eine Eigenschutzzeit von 45 Minuten besitzt, müssen Personen des Hauttyps I mit roten oder blonden Haaren, hellem Teint und blauen Augen davon ausgehen, dass ihre Haut sie alleine nur etwa fünf bis zehn Minuten schützt. Grundsätzlich gilt: Wer sich längere Zeit in der Sonne aufhält, sollte unbedingt Schutzmaßnahmen ergreifen.

Kleidung und Cremes

Eine gute Möglichkeit, die Haut zu schützen, ist passende Kleidung. Hier gilt es, die unterschiedliche UV-Durchlässigkeit verschiedener Materialien zu beachten. Hersteller weisen oftmals auf den Sonnenschutzfaktor (genannt: UPF-Faktor) ihrer Kleidung hin, der entweder durch die Beschichtung oder durch eine dichte Webart entstehen kann. Ein Blick auf das Etikett verrät, ob ein Schutz vorhanden ist und wie hoch dieser ist. Textilien mit einem UPF-Faktor 50 erhöhen den Eigenschutz der Haut beispielsweise um das 50-Fache. Neben dem Tragen von UV-Funktionskleidung ist das Einreiben der Haut mit einer auf den Hauttyp abgestimmten Sonnencreme für Läufer unverzichtbar.

Irrglaube Solarium

Vor dem Urlaub schon einmal das Solarium aufsuchen und den Körper vorbräunen, um ihn auf die echten Sonnenstrahlen vorzubereiten – das ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Die künstliche UV-Strahlung in Solarien lässt die Haut zwar kurzzeitig dunkler wirken, sorgt langfristig jedoch für eine schnellere Hautalterung und erhöht das Risiko, an schwarzem Hautkrebs zu erkranken, drastisch. Deswegen gilt: Genießen Sie – in Maßen und geschützt – die natürlichen Sonnenstrahlen während Ihrer Laufeinheit und machen Sie um Solarien einen weiten Bogen.

Redaktion
Dr. Carsten Drecoll
Dr. Carsten Drecoll, langjähriger Redakteur bei Buch- und Zeitschriftenverlagen, ist seit über 15 Jahren mit der RUNNING und mit dem Laufsport verbunden. Die Natur genießen, Städte erkunden und die unglaublichsten Geschichten entdecken – das ist Laufen.
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