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Ratgeber

Neurotraining für Läufer

Das Gehirn läuft mit

Läufern, die ihr Potenzial voll ausschöpfen wollen, rät Personal Trainer und ARTZT-Experte Andreas Könings zu Neurotraining. Was sich dahinter verbirgt, erklärt er im Interview.

Läufer, die ihr Potenzial voll aussschöpfen wollen, sollten nicht nur auf das Training in ihrer spezifischen Sportart setzen. Eine Möglichkeit ist das Neurotraining – denn der Kopf läuft mit.

Was ist Neurotraining?

Diese Trainingsform hilft dabei, das Gehirn und seine bewegungssteuernde Funktion besser mit dem Körper zu vernetzen. Die Grundidee dahinter ist, dass für jede Bewegung sensorische Informationen von Augen, Gleichgewicht und Körper benötigt werden. Je besser diese Informationen sind, desto besser ist die Leistungsfähigkeit. Sind die Signale fehlerhaft, kann das Gehirn keine hochwertigen Vorhersagen treffen und blockiert zum Schutz einzelne Funktionen. Das beeinflusst die Leistung negativ. Aufgabe des neuronalen Trainings ist es, die Fehlerquellen in unserem System zu finden und mit entsprechenden Übungen zu beheben.

Warum sollten Läufer Neurotraining machen?

Unser Gehirn ist bei jeder sportlichen Performance die entscheidende Instanz. Für eine optimale Laufleistung reicht Kraft- und Ausdauertraining nicht aus. Unser Gehirn interessiert nämlich nicht wie schnell oder wie lange wir laufen können, sondern nur, ob das, was wir gerade tun, kontrollierbar und sicher ist. Man könnte sagen: Nur, wenn uns unser Gehirn vertraut, können wir das körperliche Potenzial, das wir haben, voll ausschöpfen. Neben dem klassischen Training sollten Läufer daher auch die informationsgebenden Systeme schulen. Sehe ich die Dinge tatsächlich dort, wo sie sind und ist mein Gleichgewicht intakt? Das sind Fragen, die das Neurotraining beantwortet.

Wann sollte man trainieren und wie oft?

Neuroathletik-Übungen führt man optimalerweise täglich über den Tag verteilt durch. Am besten mindestens zehn Mal. Dadurch lässt sich eine nachhaltige, positive Wirkung erzielen. Auch direkt vor dem Laufen bietet es sich an, einzelne Übungen zu machen. Voraussetzung ist, dass die Übungen einen positiven Effekt haben. Fühle ich mich nach der Durchführung der Übung besser, hat sich meine Beweglichkeit verbessert oder bin ich während meiner Laufeinheit leistungsfähiger? Beim Neurotraining ist es wichtig, das immer wieder zu überprüfen. Eine pauschale Aussage über die Wirkung von einzelnen Übungen gibt es nicht, das ist bei jedem Sportler ganz individuell.

RUNNING-Experte

Andreas Könings

Andreas Könings ist studierter Sportökonom, Personal Trainer und Experte am ARTZT Institut für Aus- und Weiterbildung. Seine Kenntnisse im Bereich des neurozentrierten Trainings hat er im Z-Health Programm des Amerikaners Dr. Eric Cobb erworben, das er als einer der ersten Trainer in Deutschland mit dem Master abgeschlossen hat.

Neuroathletik – 4 Übungen

Sie erreichen trotz regelmäßigem Ausdauer- und Krafttraining ihre sportlichen Ziele nicht? Dann versuchen Sie es doch mal mit neuronaler Stimulation. Diese vier Basisübungen bieten Ihnen einen Einstieg in das Neurotraining. Los geht’s!

1 Geländesicherheit (Übung für unterwegs): Augen nah und fern

Suchen Sie sich einen weiter entfernt liegenden Punkt / Gegenstand (Baum, Kirchturm etc.) und halten Sie den Vision Stick vor das Gesicht. Springen Sie mit den Augen nun abwechselnd zwischen nah (Buchstaben auf dem Vision Stick) und fern. Wechseln Sie erst, wenn Sie den Gegenstand bzw. Buchstaben vollkommen klar erkannt haben.

 

2 Geländesicherheit (Übung für zu Hause): Augen nah und fern

Hängen Sie die Ferntafel an eine Wand und stellen Sie sich frontal davor. Dabei wählen Sie den Abstand so, dass Sie die Buchstaben noch klar erkennen können. Die kleine Nahtafel halten Sie im Lese-Abstand vor sich in der Hand. Springen Sie mit den Augen nun abwechselnd zwischen nah und fern und lesen Sie dabei die Buchstaben laut vor. Wechseln Sie erst, wenn Sie den Buchstaben vollkommen klar erkannt haben.

3 Übung für Gleichgewicht und Stabilität: Zungenkreisen

Öffnen Sie Ihren Kiefer leicht, wobei die Lippen geschlossen bleiben. Legen Sie Ihre Zungenspitze vorne innen an die oberen Schneidezähne. Nun kreisen Sie Ihre Zunge innen an allen Zähnen entlang (Ober- und Unterkiefer). Führen Sie dies für 15-30 Sekunden im und gegen den Uhrzeigersinn aus. Die gleiche Kreisbewegung können Sie auch an der Außenseite Ihrer Zähne durchführen. Achten Sie darauf, dass die Lippen während der gesamten Übung geschlossen bleiben und sich der Kiefer möglichst wenig mitbewegt.

4 Übung zur Mobilität der Füße: Toe Pull

Spreizen Sie ein Bein leicht nach hinten ab, strecken Sie den Fuß und legen Sie ihn auf dem vorderen Fußspann (direkt unterhalb der Zehen) am Boden ab. Führen Sie nun das Knie bzw. den Fußspann drei bis fünf Mal Richtung Boden. Die Bewegung erfolgt rein aus dem Fuß und nicht aus dem Knie des Standbeins. Die Bewegung ist nur sehr klein, aber Sie sollten eine deutliche Dehnung im Fußspann spüren. Halten Sie sich zur Sicherheit an einer Wand oder einem Stuhl fest. Bein wechseln und Übung wiederholen.

Wissenswertes

Bestens gerüstet für den neuronalen Push

Mit dem ARTZT vitality Neuro-Trainings-Set schulen Sie Ihre Augen, trainieren das Gleichgewichtsorgan und verbessern Ihre Wahrnehmung, um eine bestmögliche Informationsverarbeitung durch das Gehirn zu erreichen. Im Set enthalten sind verschiedene Sehtafeln, ein Brock String, zwei Vision Sticks, ein Marsden Ball, eine Rasterbrille, eine Augenklappe sowie eine ausführliche Übungsanleitung. Alle Tools wurden in Zusammenarbeit mit dem führenden Experten für neurozentrierte Rehabilitation und sportliche Performance, Dr. Eric Cobb (Z-Health Performance Solutions), entwickelt. Klein und leicht finden die Geräte in jeder Tasche Platz. So sind sie bei jeder Trainingseinheit schnell griffbereit.

Mehr unter www.artzt.eu/neuroathletik

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