Mach mal Pause

Laufen im Urlaub

Das Handy ausschalten, den Rechner herunterfahren und einfach mal nichts tun? Wir versichern Ihnen, dass es nicht lange dauern wird, bis sich der Läufer in Ihnen bemerkbar macht. Hier ein paar Tipps.
Text: Dr. Carsten Drecoll | Fotos: Fiona Noever

1. Ich packe meinen Koffer

… und nehme mit: ausreichend sowie angemessene Laufkleidung. Lassen Sie nicht zu, dass Ihnen nach drei Tagen die Sportsocken ausgehen oder Sie aufgrund eines mangelnden T-Shirt Repertoires auf Ihr Lauftraining verzichten müssen. Erstellen Sie im Vorfeld eine Checkliste mit den wichtigsten Sachen.

2. Trainingsplan ist nicht Reiseplan

Vor allem, wenn Sie mit Ihrer Familie oder Freunden in den Urlaub fahren, sollten Sie versuchen, Ihr Training möglichst sinnvoll in den Tag zu integrieren. Nichts ist störender, als wenn sich Mitreisende nach Ihrem Trainingsplan richten müssen. Eine Möglichkeit hier: Laufen Sie zum Beispiel, während die anderen noch respektive schon schlafen oder laufen Sie Strecken, für die Ihre Begleiter den Bus nehmen.

3. Erst denken, dann laufen

Anders als in der Heimat, in der Sie Ihre Laufstrecken kennen, müssen Sie diese in fremden Ländern erst ausfindig machen. Laufen Sie daher nicht überstürzt los, sondern erkundigen Sie sich im Vorfeld zum Beispiel in Ihrem Hotel nach geeigneten Routen oder suchen Sie einen Lauftreff auf. Ein Tipp: Viele ausgeschilderte Rad- und Wanderstrecken bieten sich hervorragend als (Trail-)Runningroute an. Seien Sie im Urlaub offen für Neues.

4. Sorry, I don’t understand…

Sind Sie der Landessprache Ihres Urlaubsdomizils nicht mächtig, sollten Sie allerdings darauf verzichten, sich zu verlaufen. Was immer hilft: Wählen Sie Wendestrecken und merken Sie sich markante Punkte. Und wenn Sie doch mal die Orientierung verlieren, hilft es die Visitenkarte der Unterkunft in der Tasche zu haben sowie den Satz „Ich habe mich verlaufen“ in der entsprechenden Landessprache auswendig zu kennen.

5. Andere Länder, andere Sitten

Bevor Sie in einem anderen Land die Laufschuhe schnüren, sollten Sie wissen, wie dort der Wind weht. Respektieren Sie die vor Ort geltenden Regeln. Wer beispielsweise in besonders religiöse Länder reist, sollte sich über eventuelle Kleiderordnungen schlau machen, in Spanien sind dagegen freilaufende Hunde keine Seltenheit. Seien Sie vorbereitet, um sich und Einheimische nicht zu (v)erschrecken.

6. Sand zwischen den Zehen

Warme Regionen sind ein beliebtes Reiseziel, das Barfußlaufen am Strand klingt verlockend. Daran ist grundsätzlich auch nichts auszusetzen, schließlich trainiert das Laufen ohne Schuhe die Fußmuskulatur und stärkt das Fußgewölbe. Wie immer gilt jedoch: Tasten Sie sich langsam heran und geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich an die Belastung zu gewöhnen. Außerdem: Nicht selten verbergen sich Muscheln, Scherben und anderer Müll im Sand.

Mit diesen Tipps im Gepäck wünschen wir von RUNNING – Das sportliche Laufmagazin einen schönen Urlaub mit erlebnisreichen Laufeinheiten. Und denken Sie immer dran: Der Urlaub ist kein Trainingslager.

 

Redaktion
Dr. Carsten Drecoll
Dr. Carsten Drecoll, langjähriger Redakteur bei Buch- und Zeitschriftenverlagen, ist seit über 15 Jahren beruflich und privat mit dem Laufsport verbunden.
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