Laufspaß im Sommer

10 Tipps fürs Coolbleiben

Sommer, Sonne und das an den schönsten Plätzen der Welt. Für den Urlaub ideal, fürs Laufen manchmal nicht. Wie Sie Ihre Aktivität an die Hitze anpassen, ohne unter ihr zu leiden, sagen Ihnen die folgenden zehn Tipps.
Fotos & Text: Dr. Carsten Drecoll

Tipp 1 Frühmorgens oder abends trainieren

Am frühen Morgen, um den Sonnenaufgang herum, sind die Temperaturen am niedrigsten. Wer es schafft, zu dieser Zeit in seine Laufschuhe zu schlüpfen, findet in heißen Ländern oder im deutschen Hitzesommer die besten Bedingungen vor. Die schlechteste Zeit ist der Nachmittag. Um 16.00 Uhr erreichen die Ozonwerte ihren Höhepunkt und Stadt und Land hatten schon viel Zeit, sich aufzuheizen. Je nach Gegend und Hitzegraden kann es auch abends noch sehr heiß sein, meist kühlt es jedoch wieder ab. Dann gilt: Statt Fernsehen eine Runde laufen gehen.

Tipp 2 Bitte mit Gefühl

Hohe Außentemperaturen reduzieren die Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers – auch des Ihren. Denn der Körper muss mehr Energie zur Thermoregulation aufwenden. Das kann er – bemerkenswerterweise – sogar, wenn die Außentemperaturen höher sind als seine eigene Betriebstemperatur. Dazu lässt er zum Beispiel die Muskulatur auf Sparflamme arbeiten. Machen Sie’s genauso, horchen Sie in sich hinein und lassen Sie es locker angehen.

Tipp 3 Keine Sommer-Hiits

Hochintensives Intervalltraining. Das haben Sie bestimmt schon gehört, vielleicht wenden Sie es selbst an. Bei großer Hitze bitte nicht. Es laugt den Körper, der schon so genug zu tun hat, noch zusätzlich aus. Übrigens ist dann der Trainingseffekt auch nicht mehr vorhanden. Tempoläufe haben im Hochsommer einfach nichts zu suchen. Take it easy.

Tipp 4 Unbetreute Wüstenquerung

Von einer solchen sollten Sie ebenso absehen. Vielfach lässt sich die Strecke deutlich angenehmer gestalten, wenn man sich an Waldrändern, Hecken und Bächen entlanghangelt. Gerade im Ausland hilft es außerdem, kürzere Strecken zu wählen, die man mehrmals läuft oder auch hin und zurück absolviert. Sehr praktisch sind auch Flüsse. Sie kühlen, bieten mitunter schöne Ausblicke und Sie finden später in Ihre Unterkunft zurück.

Tipp 5 Strahlensicherheit

UV-Strahlung verursacht nicht nur diese attraktive Bräune, die wir in unserer heutigen Kultur mit Gesundheit verbinden (was nicht immer so war). Hautkrebs und andere Schädigungen wie vorzeitige Hautalterung sind ebenso eine Folge falschen Sonnens. Cremes sowie Kleidung, die empfindliche Hautpartien schützt, sind hier das Mittel der Wahl. Ihre Augen danken es Ihnen, wenn Sie sich eine hochwertige Sonnenbrille gönnen.

Tipp 6 Die richtige Kleidung

Mit ausgewählter Funktionskleidung kommen Sie dem Schwitzen zumindest etwas bei. Manche Hersteller bieten sogar speziell kühlende Textilien, deren Struktur den Schweiß zusätzlich zum Kühlen des Aktiven nutzen soll. Auf jeden Fall nützt Kleidung, die den Schweiß von der Haut abtransportiert. Für den Kopf eignet sich ein Stirnband.

Tipp 7 Harter Kerl?

Das ist ja irgendwo doch noch positiv konnotiert: Hart sein. Die beste Lösung ist es meistens jedoch nicht. Bei vielen Belastungen und Schwierigkeiten ist es besser, freundschaftlich mit sich selbst zu reden. Dann überhört man auch nicht die Signale des eigenen Körpers. Bei Schwindel oder anderen Zeichen von Dehydrierung hat es keinen Sinn, weiterzulaufen.

Tipp 8 Gut essen und trinken

Sportliche Aktivität bei Hitze führt nicht nur zu größerem Flüssigkeitsverlust, sondern auch zum Ausschwitzen von Mineralien und Spurenelementen. Diesem Verlust lässt sich schon dadurch etwas vorbeugen, dass man gut versorgt in das Training startet. Also: über den Tag gut essen und trinken. Beim Morgenlauf vorher für einen Fitnessdrink sorgen und einmal in den Riegel beißen.

Tipp 9 Vorräte anlegen

Wer bei Hitze länger als eine Stunde unterwegs sein will, sollte unterwegs für Trinken und Essen sorgen. Das kann man in einem Rucksack mitführen oder auch unterwegs deponieren. Mehrere kleine Runden, die immer wieder an der eigenen Haustür vorbeiführen, sind ebenfalls eine Möglichkeit.

Tipp 10 Belohnen Sie sich

Nach dem Training haben Sie es verdient, so richtig lecker zu essen. Ihr Körper ist ebenfalls dieser Ansicht, denn er benötigt jetzt vermehrt Nährstoffe und Flüssigkeit. Diese kann er nach der Belastung auch besonders gut verwerten. Wie wäre es also mit einem Salat mit Hähnchenbrust und Holzofenbrot sowie einem alkoholfreien Weißbier?

Redaktion
Dr. Carsten Drecoll
Dr. Carsten Drecoll, langjähriger Redakteur bei Buch- und Zeitschriftenverlagen, ist seit über 15 Jahren beruflich und privat mit dem Laufsport verbunden.
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