Schweiß egal

Laufen bei Hitze

Es ist wieder so weit: Der Sommer ist in vollem Anmarsch und weckt Erinnerungen an die heißen Tage im letzten Jahr. Wir zeigen Ihnen Wege, wie Sie trotz Hitze zielführend trainieren.
Fotos & Text: Dr. Carsten Drecoll

Fest steht: Sport bei Temperaturen über 30 Grad ist eine deutliche Mehrbelastung für den Organismus und das Herz-Kreislauf-System. Bemerkbar macht sich das vor allem durch vermehrtes Schwitzen und einen erhöhten Puls. Starten Sie deshalb langsam ins Sommertraining und reduzieren Sie vor allem zu Beginn der heißen Phase das Trainingspensum: Kürzere und weniger intensivere Läufe, um dem Körper die Chance zu geben, sich auf die Temperaturen einzustellen.

Geschickte Organisation des Trainings

Einfacher machen Sie es Ihrem Körper, wenn Sie die Temperaturhochpunkte, wie in der Mittagszeit, vermeiden. Besonders in den Morgenstunden strahlt die Sonne nicht nur weniger intensiv, sondern auch die Ozonbelastung ist geringer. Alternativ bietet sich die Verlegung des Trainings auf den Abend an, wenn die Temperaturen zur Nacht hin langsam abkühlen. Vermeiden Sie außerdem freie Wiesen und Felder, wo die Sonneneinstrahlung besonders intensiv ist. Weichen Sie stattdessen auf schattige Waldwege aus oder laufen Sie in der Nähe eines Gewässers. Hier ist die Luft meist angenehmer, achten Sie jedoch auf Mücken!

Den Körper vorbereiten

Bevor Sie sich der Hitze stellen, empfehlen wir außerdem einige grundsätzliche Dinge zu beachten: Trinken Sie bereits vor der Einheit ausreichend, um nicht zu dehydrieren. Nutzen Sie außerdem Sonnenschutzmittel, das wasserfest ist und in der Hitze nicht verläuft. Hier gibt es extra Creme-Varianten für Sportler. Auch in Sachen Kleidung können Sie sich vorbereiten. Greifen Sie zu möglichst leichter und heller Funktionskleidung. Wer sich längere Zeit in der prallen Sonne aufhält, sollte außerdem eine Kopfbedeckung in Betracht ziehen. Sind Sie jedoch nicht unmittelbar der Sonneneinstrahlung ausgesetzt, empfiehlt es sich auf Kappen oder ähnliches zu verzichten, da die meiste Wärme über den Kopf abgegeben wird.

Und wird die Hitze doch einmal zu groß, nutzen Sie doch einfach alternative Trainingsmethoden. Steigen Sie zur Abwechslung aufs Rad oder absolvieren Sie eine Einheit im Freibad. Und nicht vergessen: Egal wo, wann und wie Sie trainieren, achten Sie vor allem im Sommer auf Warnsignale Ihres Körpers. Suchen Sie Schatten und legen Sie Pausen ein, sobald Sie Kopfschmerzen spüren, Ihnen übel oder schwindelig wird.

 

 

Redaktion
Dr. Carsten Drecoll
Dr. Carsten Drecoll, langjähriger Redakteur bei Buch- und Zeitschriftenverlagen, ist seit über 15 Jahren mit der RUNNING und mit dem Laufsport verbunden. Die Natur genießen, Städte erkunden und die unglaublichsten Geschichten entdecken – das ist Laufen.
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