Schmerzende Bänder und Sehnen

Was Sie dagegen tun können

Probleme mit Bändern und Sehnen sind ein leidiges Thema – insbesondere für Betroffene. Sei es akut oder chronisch. Oft dauert es sehr lange bis sich Sehnen- oder Bänderbeschwerden bessern.
Text: Udo Meller | Fotos: Fotolia

Eine Belastungspause über einen größeren Zeitraum ist meist die Folge. Doch wie geht man dann am besten vor? Kann man die Heilung beschleunigen? Was bringen Homöopathie oder Akupunktur? Versuchen wir, den Leidensweg zu verkürzen, auf geht’s …

Der Sehnen-Bandapparat unterliegt großen Kräften und jede Sportart hält für ihn spezifische Probleme bereit. Bei den Läufern ist es insbesondere die Achillessehne, aber auch die Kniesehnen, wie beispielsweise beim Patellaspitzensyndrom, die betroffen sind. Sehnenbeschwerden allgemein bezeichnet man als Tendinopathien, die der Achillessehne Achillodynie. Auslösende Faktoren sind unter anderem Überlastungen, orthopädische Fehlstellungen der Füße oder auch der Wirbelsäule beziehungsweise der Hüfte, falsche Trainingsgestaltung sowie ungeeignetes Schuhwerk.

Zur Diagnostik

Die Diagnostik spielt natürlich eine ganz wesentliche Rolle und gibt Aufschluss über behandlungstechnische Schritte (Einlagen etc.). Neben einer Untersuchung des gesamten Bewegungsapparates kann eine Ultraschalluntersuchung oder auch die Kernspintomografie notwendig sein. Entzündungszeichen, wie Rötung und Schwellung können lokal sichtbar auftreten. Flüssigkeitseinlagerungen und Schleimbeutelentzündungen sind ebenfalls möglich. Selbstverständlich sind vorangegangene Verletzungen sowie chronische Leiden zu berücksichtigen (beispielsweise ständiges Umknicken). Wichtig ist aber, bei den ersten Anzeichen von Sehnenbeschwerden, sofern diese als gesichert gelten, zu handeln.

Mögliche Therapien

Je frühzeitiger die Therapie erfolgt, sprich, je früher Sie einen Schmerz ernst nehmen, desto besser ist die Chance auf Heilung. Auch im Hinblick auf den zeitlichen Rahmen, denn, wie viele Sportler wissen, können sich (insbesondere bei „Verschleppung“) die Beschwerden über viele Monate hinziehen, oder münden gar in ein chronisches Geschehen. Von Cortisoninjektionen hat man sich in den letzten Jahren zunehmend distanziert, sowie von den früher üblichen Gipsverbänden. Der chirurgische Eingriff ist bei Sehnenanrissen oder beim kompletten Riss angeraten.

Andere Behandlungsmethoden

Ich beziehe mich an dieser Stelle insbesondere auf die Methoden der klassischen Homöopathie und der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Diese eignen sich ebenfalls bei der Behandlung von Sehnen- und Bänderbeschwerden. Ob begleitend zu oben angeführten Maßnahmen oder als alleinige Option, muss der behandelnde Fachmann entsprechend seiner Erfahrung und einer gründlichen vorausgegangenen Diagnostik entscheiden.

Die klassische Homöopathie

Die Homöopathie kann auf akute wie chronische Sehnen- und Bänderprobleme günstigen Einfluss nehmen. Heilungszeiten können verkürzt, Komplikationen vermieden werden. Die Auswahl der geeigneten homöopathischen Arzneien orientiert sich an Symptomen, die für die Schulmedizin weniger relevant sind wie zum Beispiel die Art des Schmerzes (Stechen, Brennen, Reißen). Zudem die Umstände, die zu einer Besserung oder Verschlechterung der Symptome beitragen. Nicht immer ist das Kältepack als lokale Anwendung (selbst bei Entzündung) die richtige Wahl. Oder wie steht es mit Bewegung, Ruhe? Und wie ist die Gemütsverfassung (aggressiv, apathisch)? Es wird also nicht nur die schulmedizinische Diagnose entscheiden, sondern die individuelle Symptomatik. Die Palette der Arzneien ist groß (Bryonia, Rhus tox., Ledum, Ruta, Aconitum etc.). Die Erfahrungen damit sind gut, doch Heilungszeiträume beziehungsweise -verläufe individuell höchst unterschiedlich.

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Auch diese Methode orientiert sich an individuellen Symptomen. Viele kennen die Akupunktur, die ohne Zweifel bei diesen Beschwerdebildern sehr häufig zur Anwendung kommt. Da die TCM aber ein Therapiekonzept verfolgt, kommen im Einzelfall die Kräuterheilkunde oder eine spezielle manuelle Therapie (Tuina) infrage. Es ist bekannt, dass die Akupunktur als gute Schmerztherapie gilt und bei Sehnen- und Bänderschwächen zu einer besseren Stabilität derselben führen (natürlich immer unter den oben genannten diagnostischen Vorkehrungen) kann. Darüber hinaus entspannen sich mittels der Akupunktur die bei Schmerzen unweigerlich auftretenden Muskelverkrampfungen und Anspannungen. Muskulären Dysbalancen wird so entgegengetreten.

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