19 Neustart-Ideen für die Frühlingssaison

Ihre Season Bucket List

Sportlich ins nächste Jahr starten und dauerhaft dranbleiben – inspirierende Ideen dazu gibt es genug! Am besten beginnen Sie schon jetzt, Ihre persönliche Wunschliste zu schreiben. Ob Sie die an den Osterhasen schicken, bleibt Ihnen überlassen.
Text: Martina Steinbach | Fotos: Shutterstock, GettyImages/Danilo Andjus

1. Tierisch abgehen

Mit dem Hund laufen zu gehen, ist jetzt eine eigene Disziplin: Beim Canicross sind Sie über eine elastische Zugleine mit Ihrem Vierbeiner verbunden. Die Leine tragen Sie um die Hüfte und Bello läuft voran. Dabei geht es querfeldein durch die Natur. Und das war noch nicht alles: Es gibt sogar Cross-Country-Wettkämpfe für Hund und Herrchen. Der Name lautet Tough Hunter, in Anlehnung an die Tough Mudder-Rennen. Bei der Hunter-Variante gilt es ebenfalls Hindernisse zu bewältigen, aber auch Aufgaben wie Apportieren und Jagen gehören dazu.

2. Einen Gang zurückschalten

Perfekt für den Wiedereinstieg nach einer Verletzung: Slow Jogging. Dieser Trend aus Japan setzt auf die Macht der kleinen Steps. Dabei berührt zuerst der Mittelfuß den Boden und nicht die Ferse. So entstehen kurze, flache Schritte und die klassische Flugphase des Laufens entfällt. Eine super Entlastung für Knie und Hüfte. Wichtig ist, nur so schnell unterwegs zu sein, dass ein lockeres Gespräch möglich ist. Bereits nach 30 Minuten werden ähnliche Reaktionen wie der THC-Wirkstoff in Haschisch und Marihuana ausgelöst – Sie sind glücklich!

3. Die Umgebung erkunden

Neu in der Stadt oder im Urlaub? Testen Sie Sightjogging! Hier erkunden Sie die Umgebung in der Gruppe mit einem Guide und bekommen laufend die wichtigsten Infos über die jeweiligen Sehenswürdigkeiten mitgeteilt. Die ideale Verbindung von Kulturprogramm und Konditionsaufbau! Diese Touren stehen weltweit in vielen Großstädten im Angebot, alternativ können Sie sich selbst mit Hilfe eines herkömmlichen Reiseführers eine Route zurechtlegen. Tipp für alle Promi-Interessierten: In Los Angeles gibt es City-Running-Angebote durch die Wohngegend der Stars.

4. Zum Nachtschwärmer werden

Egal, ob die Zeitverschiebung auf Reisen oder viel Stress im Job Schuld ist – bevor Sie sich schlaflos im Bett hin und her wälzen, gehen Sie lieber raus! Alleine durch die Nacht zu rennen hat sein ganz eigenes Flair. Entdecken Sie, wie Ihre Stadt in der Dunkelheit tickt oder die Natur ihren nächtlichen Lauf nimmt (Stirnlampe nicht vergessen!). Wetten, Sie sind im Anschluss müde genug, um friedlich zu schlummern?

5. Unten ohne unterwegs sein

Wer keine Lust hat, seine Treter zu schnüren, lässt diese einfach weg. Barfußlaufen ist ideal, um die Fußmuskulatur zu stärken und die Feinmotorik zu verbessern. Sie lernen, Ihre Füße bewusster und behutsamer aufzusetzen, was die Gelenke schont und zu einem natürlichen Stil führt. Übertreiben Sie es jedoch nicht! Am besten tasten Sie sich langsam ran und ziehen zunächst auf einer Wiese oder im Sandkasten Ihre Treter kurz aus. So gewöhnen sich Sehnen, Bänder und Muskeln an die ungewohnte Belastung. Nur keine Sorge: Barfuß-Schuhe, die wie eine Socke am Fuß sitzen, schützen vor Verletzungen, ohne das Freiheits-Gefühl zu beeinträchtigen.

6. Gebäude stürmen

Dort, wo Sie normalerweise shoppen gehen, können Sie jetzt Ihre Fitness unter Beweis stellen. Bei den Urban-Trail-Races verläuft die meist zehn Kilometer lange Wettkampf-Strecke durch Einkaufzentren, Kirchen, Hotels, Brauereien und andere ausgefallene Gebäude. Den nächsten Event in Ihrer Nähe finden Sie auf www.urbantrailseries.de.

7. Voll abdrehen

Endlich schneller unterwegs sein – auf einer Tartanbahn drehen Sie ordentlich an der Temposchraube! Durch die genau abgesteckte Distanz von 400 Metern lassen sich leicht Intervalle abfeuern, die Ihrer Geschwindigkeit einen Schub geben. Starten Sie nach einem angemessenen Warm-up beispielsweise mit einer halben Runde Vollgas und eineinhalb Runden lockerem Traben. Fortgeschrittene ziehen die ganze Runde durch und erholen sich genauso lange locker laufend. Fünf bis sechs Runden sollten Sie schon drehen. Ganz nebenbei läuft übrigens Ihre Fettverbrennung auf Hochtouren, das Bahntraining lässt also gleichzeitig überflüssige Pfunde auf der Tartan-Strecke. Und schon ist der Klassiker-Vorsatz Abnehmen ebenfalls mit einem Haken versehen …

8. Immer wieder abtauchen

Von wegen Swim-Runs sind wie ein Triathlon nur ohne Radfahren! Das frische Format aus Schweden kann mehr. Der adrenalingeladene Sport setzt nämlich auf den mehrfachen (!) Wechsel zwischen Freiwasser-Schwimmen und Querfeldeinrennen. Pro Wettkampf ist es durchaus üblich, siebenmal und mehr zwischen Wasser und Land zu tauschen.

9. Mit Kollegen Kilometer killen

Sie verbringen doch sowieso schon so viel Zeit mit Ihren Kollegen, warum nicht auch gemeinsam trainieren? Idealerweise auf ein gemeinsames Ziel hin. Firmenläufe wie die große B2Run-Laufserie boomen und fördern nachweislich das Arbeitsklima. Gemeinsames Schwitzen schweißt nämlich zusammen und gute Ideen kommen bekanntlich unterwegs. Die können Sie dann gleich mit Ihrem Chef besprechen. Also los!

10. Zum Job joggen

Zeitmanagement ist alles. Wer bei der Arbeit unter Strom steht und keine Zeit fürs Training hat, bevorzugt seine Ausrüstung gegenüber dem Auto. Als Turnschuh-Pendler laufen Sie morgens zum Arbeitsplatz – sofern eine Dusche vorhanden ist – oder Sie verwandeln den Heimweg in ein Rennen. Dazu müssen Sie nur morgens Ihre Kleidung in die Bürotasche packen. Sie wohnen zu weit weg? Dann nutzen Sie für die halbe Strecke öffentliche Verkehrsmittel und auf der anderen Hälfte die eigenen Ressourcen.

11. Gutes tun

Laufen und soziales Engagement passen gut zusammen. Suchen Sie sich eine Tätigkeit, die Ihnen Spaß macht. Helfen Sie zum Beispiel bei einem großen Rennen an einem Verpflegungsposten. So erleben Sie das Ambiente hautnah und machen sich gleichzeitig nützlich. Auf den meisten Wettkampf-Webseiten finden Sie Wissenswertes darüber, wie und wo Sie gebraucht werden.

12. Indoor Action machen

Gut, im Winter lädt das Wetter nicht unbedingt jeden zum Training ein. Und das Laufband ist einfach eine unfassbar dröge Alternative … Testen Sie den X-Runner! Das Gerät ermöglicht es, durch einen besonderen Überbau in der Bewegung ein Oberkörper-Kraftworkout zu absolvieren. Die beiden Seilzüge fordern die Muskeln und vor allem das Koordinationsvermögen heraus. Langeweile ist dabei das Letzte, was passieren kann. In ausgewählten Studios, Kontakt auf www.x-rnr.com.

13. Mit sauberen Absichten durchstarten

Stecken Sie sich für Ihre nächste Einheit doch eine Tüte ein. Schon wieder so ein neumodischer Quatsch, um die Leistung zu steigern? Aber nein! Hier geht es vielmehr darum, die Sauberkeit Ihrer Umgebung zu verbessern. Beim Plogging wird auf der Laufrunde herumliegender Müll eingesammelt. Der Trend kommt aus Schweden, mittlerweile gibt es in Deutschland mehrere Gruppen, zum Beispiel www.plogging-cologne.de.

14. Trimm-dich-Pfaden folgen

Überraschende Trainingsreize setzen und dabei Spaß haben – besuchen Sie doch mal wieder einen Trimm-Dich-Pfad! Der lässt sich perfekt mit einer Trainingseinheit verbinden. Mittlerweile tragen die Namen wie Calisthenics- oder Bewegungs-Parks, der Sinn dahinter ist aber gleich geblieben: ein Kraftworkout an der frischen Luft auszuführen. Diverse Stationen laden zu Klimmzügen, Kniebeugen, Crunches & Co. ein, gleichen also häufige Läufer-Schwachstellen aus. Eine Übersicht der Outdoor-Gyms finden Sie unter anderem auf www.trimm-dich-pfad.com.

15. Stufenweise Trainieren

Sobald die Grundlagenausdauer stimmt, kann es nie schaden, zusätzlich etwas für die Schnell- und Explosionskraft zu tun. Die einfachste Möglichkeit, um diese (und die Kraft in den Beinen, im Gesäß und Bauch) zu verbessern ist Treppenlaufen. Nehmen Sie dabei am besten immer gleich zwei oder mehr Stufen auf einmal und halten Sie sich bei Bedarf am Treppengeländer fest. Das tun auch die Profis im Wettkampf, also keine Scheu! Nur eins tun die nie: die Treppen wieder herunter zu rennen, das belastet die Knie zu stark.

16. Hürden überwinden

Eine Halfpipe raufklettern, unter Lkws hindurch krabbeln oder sich an einem Gerüst entlang hangeln – diese und andere abgedrehte Herausforderungen warten neben der reinen Laufstrecke bei Hindernis-Wettkämpfen auf Sie. Darum ist hier neben der Ausdauer ebenfalls Kraft, Geschicklichkeit und Mut gefragt.

17. Eine Trainingsbegleitung suchen

Nur weil Ihre Freunde etwas faul sind, heißt das noch lange nicht, dass Sie allein unterwegs sein müssen. Sie finden im Netz über Internet-Foren oder Facebook ganz leicht Gleichgesinnte in der Nähe. Diese moderne Form des sportlichen Datings nennt sich Social Running.

18. Spiderman nachahmen

Statt um die Häuser zu ziehen, nutzen Sie lieber deren Wände. Beim House Running gehen Sie die jedoch nicht rauf, sondern laufen sie kopfüber runter. Natürlich gut gesichert im Seil. Bestimmt keine Angelegenheit, die einen festen Platz im Trainingsplan bekommt, aber auf jeden Fall eine riesige Gaudi inklusive außerordentlichem Adrenalinkick. Angebote finden Sie beispielsweise auf www.house-running.de

19. Eine Medaille um den Hals tragen

Zwar nicht verrückt, aber dennoch extrem erstrebenswert: Trainieren Sie auf einen Wettkampf hin! Und zwar auf einen, der Ihren nächsten Sprung in der Laufkarriere sichert. Wer bereits zehn Kilometer in der Tasche hat, ist 2019 reif für die 21,0975 – und wer bereits ein Halb-Marathoni ist, geht aufs Ganze. Alles schon erledigt? Dann müssen wir Sie nicht gleich zum Nordpol oder in die Wüste schicken. Es kann auch erst mal mit tollen Berg- und Trailläufen weitergehen. Gern lassen sich diese zudem zu Ultra-Rennen erweitern.

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