Immer der Sonne entgegen

Laufbrillen im Test

Bei der Wahl der richtigen Laufbrille spielt vor allem das Einsatzgebiet und die Intensität des angestrebten Trainings eine Rolle.
Text: Eva Krusat | Fotos: Hall & Lundgren, Silas Stein

Laufbrillen sind keine reinen Fashion-Artikel, sondern bis ins kleinste Detail durchgeplante Nutzgegenstände, die aufgrund der an sie gestellten Anforderungen deutlich mehr leisten müssen als ihre Alltagspendants.

Perfekter Sitz

Das erhöhte Schweißaufkommen und die beim Laufen auftretenden Erschütterungen bringen die Brille zum Rutschen, weshalb das wichtigste Kriterium einer guten Laufbrille der tadellose Sitz am Kopf ist. Die Brille muss einen festen Halt haben, darf aber auch nach längerer Zeit nicht anfangen, zu drücken. Das Sichtfeld soll möglichst so abgedeckt sein, dass kein Streulicht von den Seiten einfallen kann. Allerdings dürfen die Gläser dabei nicht so eng am Gesicht anliegen, dass die Wimpern die Sichtfläche berühren, und sollten auch bei intensiver Betätigung niemals beschlagen – eine komplexe Kombination von Anforderungen. Um diese zu erfüllen, investieren die Hersteller viel Herzblut und Erfindungsreichtum.

Die Gläser sind der Bereich, in dem die größte Variationsmöglichkeit bezüglich der Anpassung an die eigenen Bedürfnisse besteht. Bruchsicherheit wird aufgrund der höheren Beanspruchung und des mit sportlicher Betätigung immer einhergehenden Sturzrisikos grundsätzlich vorausgesetzt, wenn von Qualitätsbrillen die Rede ist, ebenso wie ein ausreichender UV-Schutz. Damit Sportler mit einer Fehlsichtigkeit nicht jedes Gläserpaar extra schleifen lassen müssen, haben sich einige Hersteller darauf verlegt, Innenclips anzubieten, die einmal in der richtigen Stärke gefertigt werden und universal genutzt werden können.

Glas wechsel dich

Dazu besitzen viele Brillen heutzutage Gläser, die sich mit wenig Aufwand wechseln und an die jeweiligen Lichtverhältnisse anpassen lassen. Dabei geht es längst nicht mehr nur um die Differenz zwischen hell und dunkel – moderne Sportbrillen können viel mehr. Gläser in Grau- und Brauntönen schützen das Auge vor Sonnenlicht oder den hellen Reflexionen von Schnee. Gelbtöne helfen dabei, bei diffusen Lichtverhältnissen, wie im Nebel oder im dämmerigen Wald, Konturen besser wahrzunehmen und den Durchblick zu behalten. Phototrope Gläser wiederum passen sich an die herrschenden Lichtverhältnisse an und sind somit multifunktional einsetzbar.

Bei der Auswahl eines neuen Modells empfiehlt es sich, eine Vorauswahl zu treffen, die zu den eigenen Anforderungen passt, und anschließend die Brille zu wählen, die am besten sitzt. Im Anschluss stellen wir sechs aktuelle Modelle vor, um die Auswahl ein wenig zu erleichtern.

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