Neue Laufschuhe 2020: Frisch eingetroffen und schon getestet

Testberichte der neusten Laufschuhe in RUNNING

Die neusten Laufschuhe des Jahres 2020 für die Straße und den Trail: In dieser Fotostrecke finden Sie laufend upgedatet unsere Laufschuh-Test des Jahres 2020.
Text: Redaktion | Fotos: Hersteller

Ob ein schneller Straßenschuh mit Carbonzwischensohle von Saucony, der neuste Lightweight-Trainer von Adidas oder das verlässliche Modell von Brooks, das seinen 20. Geburtstag feiert: In dieser Übersicht finden Sie die von uns im Jahr 2020 getesteten Laufschuhe und spannende Laufschuh-Neuheiten. Die Übersicht wird laufend upgedatet. Sie haben Interesse an von uns getestetem Zubehör für Läufer oder Bekleidung für Läufer? Dann schauen Sie in unseren anderen Testbericht-Fotostrecken vorbei!

Foto: Brooks

Brooks Adrenaline GTS 20

Runder Geburtstag

Seit 20 Jahren gibt es den Brooks Adrenaline GTS – ein Grund zur Gratulation! Für viele Läuferinnen und Läufer ist der Stabil-Schuh im wahrsten Sinne des Wortes eine sichere Bank und treuer Begleiter. Wie gehabt ist die Dämpfung weich und komfortabel, die seit dem Modell Nummer 19 neuen Guide Rails bieten Führung, wo man sie braucht – lassen dem Fuß aber auch genug Freiheit, so dass man sich in ihm nicht „ferngesteuert“ fühlt. Die Passform ist mittelbreit, Läufer mit sehr schmalen Füßen werden in ihm nicht glücklich. Eingesetzt haben wir ihn auf langen Trainingsläufen auf Waldwegen, wo er auch auf Schotter ausreichend Grip bot, und einem Halbmarathon auf der Straße: Auf der Insel Malta nahm er den ersten drei, bergab führenden Wettkampfkilometern die Härte. Dabei saß er sehr komfortabel und sorgte trotz sommerlicher Temperaturen von 20 Grad für ein gutes Fußklima. Das neue Brooks Adrenaline GTS ist als Männer- und Frauenmodell erhältlich.

Preis: 140 Euro

Aktiv getestet: 10 Stunden

Hersteller: www.brooksrunning.com/de

Foto: Adidas

Adidas SL 20

Leichter Flitzer mit guter Preis-Leistung

Dieser neue Lightweight-Trainer ergänzt Adidas‘ Sortiment um ein günstiges Modell zwischen den Bereichen „bequemer Trainingsschuh“ und „pfeilschneller Wettkampfflitzer“ – zum Einsteiger-Preis. In Damengröße US 9 (41 1/3) bringt das Paar gerade einmal 420 Gramm auf die Waage. Möglich macht es die neue Sohlenkonstruktion aus leichtem Lightstrike-Material, gepaart mit einer die Torsion kontrollierenden Kunststoffplatte im Mittelfußbereich. Die Continental-Außensohle bietet Grip. Seine Stärken spielt der Schuh mit 10 mm Sprengung bei längeren Intervallen und Tempodauerläufen aus, wo man mit ihm dynamisch und agil beschleunigen kann. Für längere Läufe fehlt ihm Dämpfung. Ein Top-Schuh für leichte Läuferinnen und Läufer mit schmalen Füßen.

Preis: 120 Euro

Aktiv getestet: ca. 60 km

Hersteller: www.adidas.de

Foto: 361°

361° Meraki 3

Stabiler Marathonfreund in Hamburg-Edition

Deutschlands größter Frühjahrsmarathon findet dieses Jahr im Herbst statt – am 13. September, um genau zu sein. Den limitierten Schuh zum Event stiftet der chinesische Hersteller 361° mit dem Meraki 3 im Hansestadt-Style bei: Das schlichte schwarz wird durch die große „35“ auf der Schuhinneneite aufgepeppt – für die 35. Ausrichtung des Events. Die roten und weißen Details greifen das Stadtwappen auf. Und für das Marathon-Training eignet sich der gedämpfte Neutralschuh ohne Einschränkungen: Das Mesh-Obermaterial und das Innenmaterial sind weich und schmiegen sich an die Fußform an. Der Leisten ist moderat bis etwas breiter, die Sprengung beträgt 8 mm. Wer auf der Suche nach einem gemütlichen Marathontrainings- und –Wettkampfschuh ist, wird hier fündig. Den Meraki 3 gibt es natürlich auch als reguläres Modell – ohne Limited Edition.

Preis: 134,99 Euro

Getestet: 3 Monate

Hersteller: www.361europe.com

Foto: Salomon

Salomon Sense Ride 3

Profi ohne Kompromisse

Dass man mit dem Besten seiner Klasse unterwegs ist, merkt man schon recht bald. Mit dem Sense Ride 3 stellt Salomon erneut unter Beweis, dass dieser Hersteller der Profi unter den Trailausrüstern ist. Hier stimmt einfach alles. Die griffige Contagrip-Sohle, die Passform, der Leisten, das gesamte Miteinander bewähren sich im Gelände und auch auf schwierigen Untergründen. Zu keiner Zeit engt der Schuh ein und ist auch nach vielen Stunden komfortabel und angenehm zu tragen, egal ob man bergauf marschiert, sprintet oder bergab trudelt. Das praktische Lacing-System schnürt den Schuh mit einem Griff und öffnet ihn auch wieder. Alles, was jetzt noch fehlt, ist ein richtiger Trail – schön lang und schön wild.

Preis: 129,95 Euro

Aktiv getestet: 5 Stunden

Hersteller: www.salomon.com

Foto: Brooks

Brooks Levitate 3

Wissenschaftlich laufen

Mit dem Levitate 3 schickt Brooks die dritte Generation des erfolgreichen Straßenlaufschuhs ins Rennen. Die mittlerweile erprobte DNA-AMP-Sohle mit ihren starken Rückstellkräften reduziert den Kraftverlust in der Dämpfung. Auch der Levitate 3 ist ein gut gedämpfter Neutralschuh, der sich ebenso für schwerere Läufer eignet. Neu gestaltet wurde das Obermaterial, das sich noch angenehmer um den Fuß schließt und für sicheren Halt sorgt. Auch am Profil der Sohle wurde weiter gearbeitet. Sie gewährt mit ihrer pfeilförmigen Struktur ein schnelles Abrollen und noch mehr Sicherheit. Der Levitate 3 ist wie seine Vorgänger ein klassischer Straßenlaufschuh und besitzt 8 Millimeter Sprengung.

Nachhaltig: Beim Laufschuhtest der Stiftung Warentest wurde auch auf die Produktionsbedingungen und die Bereitschaft zur Auskunft der Hersteller geachtet. Die Marke Brooks konnte als einzige Laufschuhmarke Angaben zu den Zulieferern der einzelnen Schuhkomponenten machen und schnitt daher bei Stiftung Warentest mit „befriedigend“ ab.

Preis: 170,– Euro

Hersteller: www.brooksrunning.com

Foto: Adidas

Adidas Adizero Pro

Auf ihn hat die Welt lange gewartet: Der leichte Marathonschuh mit Carbonsohle aus dem Hause Adidas setzt, anders als viele andere Modelle, auf eine am Fußballen um 30 Grad gekrümmte Carbonsohle der Firma Carbitex, die in eine dämpfende Verbindung aus leichtem Lightstrike- und Boost-Material eingebettet wird. Diese Krümmung soll nicht nur maximale Effizienz und Energierückführung ermöglichen, sondern auch Beschwerden wie Plantarsehnen-Entzündungen, die Resultat einer zu harten Sohle sein können), verhindern. Kosten soll er 180 Euro. Im ersten Redaktionstest zeigte sich der Adizero Pro sehr direkt und reaktionsfreudig, vor allem auf dem Vorfuß und dem Mittelfuß sehr dynamisch. Auf asphaltierten Bergauf-Stücken fliegt man förmlich, aber auch bergab kommt man mit dem leichten Racer nicht in Bedrängnis. Adidas-Athleten wie die Marathonläuferin Mary Keitany haben an der Prototypen-Entwicklung mitgearbeitet und werden ihn wohl zu den olympischen Spielen in Tokyo tragen.

Foto: Brooks

Brooks Hyperion Elite

Ebenfalls für längere Distanzen bringt Brooks sein neues Modell Brooks Hyperion Elite in Position. Die Carbonplatte im Vorfuß – in Kombination mit einer leichten, dämpfenden Zwischensohle – soll Läufer bei jedem Schritt wie mit einer Feder nach vorn katapultieren. Die Carbonplatte soll ebenfalls Energie einsparen und Ermüdungserscheinungen verzögern. Mit 195 Gramm pro Schuh braucht sich der Hyperion nicht vor der Waage verstecken, er hat 8 mm Sprengung und soll für 250 Euro ab 1. März 2020 erhältlich sein – allerdings super exklusiv und in nur 20 ausgewählten Laufshops in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ergänzt wird das Modell vom Hyperion Tempo, einem leichten Trainingsschuh für 150 Euro, der ab April in den Läden steht.

Foto: Saucony

Saucony Endorphin Pro

Um seinen ab Juni erhältlichen Carbon-Laufschuh Endorphin Pro stricket Saucony gleich noch zwei ergänzende Modelle für das Training: Den Endorphin Speed für Intervalltrainings und den Endorphin Shift für lange Läufe. Bisher ist über das neue Produktgruppe noch nicht allzu viel bekannt: Die S-förmige Carbonplatte soll die Energie des Schritts und Aufpralls aufnehmen, damit der Körper des Athleten Energie sparen kann. Die Zwischensohle ist aus ultraleichtem Material gefertigt, in Größe US9 (Männer) wiegt der Schuh nur 212 g. Die Sprengung beträgt 8 mm.

Foto: Maike Hohlbaum

Under Armour Hovr Machina und MapMyRun-App

Dass die App MapMyRun sich mit einem Chip in vielen Under-Armour-Connected-Schuhen verbinden kann, ist nichts Neues. Auch nicht, dass Chip und App zusammen Trainingsparameter wie die Schrittfrequenz messen können. Aber: Neu ist die Funktion des „Real-time form coachings“, bei dem die App über Kopfhörer Vorschläge macht, wie die Laufform zu verbessern sei. Eine höhere Frequenz, den Schritt verkürzen oder verlängern – diese Tipps gibt die App, die die Daten von Millionen Läufern auswertet, nun in Echtzeit akustisch an den Läufer weiter. Um das Echtzeit-Coaching zu verbessern, misst die App seit diesem Jahr auch die Bodenkontaktzeit und sogar den Winkel, in dem der Fuß auf den Boden auftrifft. Verbaut ist der Chip zum Beispiel im neuen Modell Under Armour Hovr Machina (160 Euro), dem neusten Neutralschuh in Under Armours Schuhflotte, mit 8 mm Sprengung.

 

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