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Getestet

Polar Vantage V2

Mit der Polar Vantage V2 besitzt der Aktive ein sehr präsizes und vielfältiges Hilfsmittel für Training und Wettkampf. Der Spaßfaktor kommt ebenso nicht zu kurz.
Text: Dr. Carsten Drecoll | Fotos: Polar

In unserer Serie Frühlingsziel Halbmarathon haben wir schon über die Notwendigkeit einer Pulsuhr gesprochen. Die Polar Vantage V2 verfügt über zahlreiche Features und über ausgefeilte Programme zur Trainingssteuerung sowie zur Interpretation der erhobenen Daten. Daher ist ein wenig Zeit zur Vorbereitung unerlässlich, bevor der Computer am Handgelenk mit auf die erste Laufrunde kann.

Die Konfiguration kann an der Uhr selbst, am Smartphone und am PC vorgenommen werden. Wir wählen das Smartphone und laden die Batterie der Uhr einmal vollständig. Vor der Konfiguration wird zunächst auch ein Update der Software verlangt (ca. 20 MInuten). Dann können wir am Smartphone die einschlägigen Werte eingeben: Gewicht, Alter, Geschlecht und die maximale Herzfrequenz. Ebenso empfiehlt es sich, das Benutzerhandbuch als PDF herunterzuladen und sich die wichtigsten Navigationsmöglichkeiten und Befehle anzueignen, vor allem wenn man bisher keine Polar-Uhr verwendet hat. Am besten man stellt auch gleich Uhrzeit und Anzeigeform (Zeiger-Ziffernblatt oder anderes) wie gewünscht ein.

Los geht’s

Am Handgelenk sitzt die Uhr gut und ist nicht zu schwer. Das Armband erlaubt eine individuelle Einstellung, damit die Uhr fest am Arm sitzt, ohne zu drücken. Jetzt heißt es, die Sportart „Running“ auszuwählen und die rote Taste zu drücken. Automatisch startet die Aufzeichnung und es erscheint das Display mit allen wichtigen Daten auf einen Blick. Herzfrequenz, Pace, Zeit und zurückgelegte Strecke können ohne hin- und herzunavigieren gleichzeitig und bequem erkannt werden. Der Sensor für die Erfassung der Herzfrequenz ist sehr präzise und auch die Pace-Angabe passt sich zeitnah an.

Während des Laufs ist die Uhr kaum zu bemerken. Jeder Kilometer wird mit einem akkustischen Signal und einer Anzeige der Pace abgeschlossen.

Zur Beendigung der Trainingseinheit wird die Zurücktaste unten links gedrückt. Um die Einheit zu speichern, muss dann diese Taste noch einmal gedrückt und drei Sekunden gehalten werden. Die Synchronisation mit der Polar App erfolgt, indem man die App öffnet und dann die Zurücktaste gedrückt hält. Es erfolgt keine automatische Datenübertragung, sobald das Smartphone in Reichweite ist.

Übersicht über eine Trainingseinheit auf der App Polar Flow

Auswerten und Genießen

In der rot unterlegten Trainingszusammenfassung in der App erhält man zahlreiche Werte auf einen Blick. Zuvor wird jedes Mal nach der individuellen Einschätzung gefragt, also für wie hart man die Einheit hält und wie man sich fühlt. Dauer Distanz, Herzfrequenz (Durchschnitt, Maximum und Minimum), Höhenmeter, Durchschnitts. und Maximalgeschwindigkeit, Kalorienverbrauch, Schritte und Leistung werden angezeigt. Scrollt man etwas nach unten, erhält man die Kalorienzahl und ihre Aufschlüsselung nach Makronährstoffen (Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett). Es folgt eine Kartendarstellung der Runde. Auf der Support-Seite erfährt man sehr summarisch, auf welchen angenommenen Mittelwerten diese Einschätzung durch die Uhr beruht.

Im Hauptmenü erhält man zudem eine allgemeine Einschätzung der Trainingseinheit. In diesem Fall „Aufbauend“. Das Fitnessniveau sollte sich also verbessern, wenn der Aktive so weitermacht.

Interessant ist, dass diese Auswertungen stetig dazulernen. Erreicht man zum Beispiel in einer Einheit eine Herzfrequenz, die höher ist als das Maximum, das man eingangs angegeben hat, korrigiert die Uhr dies automatisch und errechnet künftig die Trainingsbereiche, die in blau, grün, gelb und rot angezeigt werden, neu. Je mehr Trainingseinheiten vorliegen, desto besser soll die Einschätzung des Trainingserfolgs sein.

Die Uhr und die dazugehörige App kann zahlreiche weitere Parameter erfassen und interpretieren, wenn man die Uhr beständig trägt und nicht nur für den Sport anlegt. Für die Erfassung und Bewertung der Erholung gibt es zum Beispiel das Programm Recovery Pro. So kann ein orthstatischer Test (etwa am Morgen) durchgeführt werden. Der orthostatische Test misst die Herzfrequenz und die Herzfrequenz-Variabilität. Zudem gilt es einige Fragen nach dem individuellen Befinden zu beantworten. Die Uhr gibt dann eine Einschätzung ab, ob man wieder für das nächste Training erholt ist, oder nur leicht trainieren bzw. ruhen sollte. Zahlreiche weitere Test-Möglichkeiten und ein Assistent zum Managen von Essen und Trinken stehen bereit (Fuelwise). Auch die Schlafqualität kann überwacht werden.

Es lassen sich aus Komoot Karten auf die Uhr übertragen und danach navigieren. Komoot-Routen erfordern die GPS Aufzeichnungsrate pro Sekunde. Dies kann eingestellt werden, verbraucht aber mehr Batterie-Leistung.

Als Multisport-Uhr verfügt die Vantage V2 über zahlreiche Sportarten. Auch beim Schwimmen kann die Herzfrequenz erfasst werden. Die Uhr ist auf eine Wassersäule von 100 Metern ausgelegt.

Der Akku hält, wenn die Uhr neu ist wie bei diesem Test, wirklich sehr lange. Wer pro Woche 4-mal laufen geht und sonst die Uhr nur trägt oder zur Seite legt, kommt locker zwei Wochen ohne Nachladen hin.

Angabe des Kalorien-Verbrauchs während einer Einheit.

Fazit

Die Uhr ist ein sehr präziser und zuverlässiger Trainingspartner und kann im Wettkampf sowohl auf der Straße als auch bei einem Ultra mit viel Freude benutzt werden. Auch als Alltagsbegleiter ist die Uhr verwendbar und praxistauglich.

Neben den eigentlichen Messwerten kann die Interpretation des Trainings helfen, die Selbsteinschätzung zu verbessern. Ob man tatsächlich Fuelwise benötigt oder ob man sich täglich mit einem orthostatischen Test sowie der Beantwortung von Fragen nach dem eigenen Befinden beschäftigen möchte, bleibt dem Aktiven selbst überlassen.

Mehr gibt es bei Polar.

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Redaktion
Dr. Carsten Drecoll
Dr. Carsten Drecoll, langjähriger Redakteur bei Buch- und Zeitschriftenverlagen, ist seit über 15 Jahren mit der RUNNING und mit dem Laufsport verbunden. Die Natur genießen, Städte erkunden und die unglaublichsten Geschichten entdecken – das ist Laufen.
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